10 Jahre Hamburger Kammeroper im ALLEE THEATER
Als Barbara Hass und Uwe Deeken 1996 Die Hamburger Kammeroper gründeten,
hatten sie nicht viel mehr vorzuweisen als ein äußerst
mutiges Konzept und die entsprechenden Räumlichkeiten in der
Max-Brauer-Allee 76.

Familie Deeken
v. l.: Barbara Hass, Jasmin Müller-Deeken, Uwe Deeken
Was sich bis heute daraus entwickelt hat, ist nicht nur für
Hamburg eine kleine Sensation: Eine private Kammeroper, die mittlerweile
23 viel beachtete Opernproduktionen auf die Bühne gebracht
hat und von Fachleuten als einmalig in Deutschland bezeichnet wird.
Es funktioniert also doch, trotz aller Unkenrufe und des ewig bemühten,
angeblichen Anachronismus - vorausgesetzt man macht es so, wie das
theaterversessene Ehepaar Hass/Deeken: Zurück zu den Ursprüngen
des barocken Theaters des 17. bis 19. Jahrhunderts - Oper als lustvoll-opulente
Unterhaltung auf gehobenem Niveau, mit jungen ambitionierten Talenten
umgesetzt.
Diesem Konzept kommen freilich auch die Räumlichkeiten entgegen.
Die Hamburger Kammeroper verfügt Über rund 220 Sitzplätze,
wobei die unterschiedlichen Stühle allein schon eine Attraktion
darstellen. Der Kontakt zwischen Publikum und Sängern ist buchstäblich
hautnah. Hier ist Platz für Begegnungen und Raum für einen
vergnüglichen Abend, kurzum, hier fühlt sich der Zuschauer
als willkommener Gast. Denn im neu erbauten Foyer, dessen postmoderne
Architektur im spannenden Kontrast zu Freischütz und Alcina
steht, lässt es sich zudem fürstlich speisen. Mit Menüs,
die speziell für die jeweiligen Opern "komponiert"
werden.
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