Jean Renshaw
debütierte 1987 als Choreografin an den Städtischen
Bühnen Münster und wenig später am Staatstheater
Nürnberg. Zusammen mit Dirk Elwert und Uwe Müller
gründete sie 1994 das "Tanzwerk Nürnberg",
wo neben eigenen Arbeiten auch Choreografien von William Forsythe,
Rui Horta, Jacopo Godani und Amanda Miller zum Repertoire
gehörten. Mit ihrer Kompanie "Tanzwerk Nürnberg"
erarbeitete sie Choreografien wie "Catching Unicorns",
"Ikarus oder Die Kunst des Landens" und "De
Tijd". 1998 wurde sie leitende Choreographin am Theater
Dortmund. Neben ihren zeitgenössischen Stücken widmet
sie sich auch dem klassischen Repertoire, von "Cinderella"
(1991), "Medea" (1999) bis "Romeo und Julia"
(1997) sowie Balletten und Musicals für Kinder und Jugendliche
wie "Rumpelstilzchen" (1999), "Sieben Fabeln"
nach La Fontaine (2002) oder das bilinguale Kindermusical
"Leckerschmecker" (2009).
Jean Renshaw choreografierte u. a. am Badischen Staatstheater
Karlsruhe, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, am Nationaltheater
Mannheim, dem Theater Erfurt, dem Staatstheater Braunschweig,
in Amsterdam, Monte-Carlo und Innsbruck, sowie in Düsseldorf,
Gießen, Dortmund, Fürth ("Wish you were here"
2004, "Könige" 2007), Stuttgart, Cottbus, Hildesheim
und Hof. Im Oktober 2008 feierte sie mit ihrem Tanzstück
"Piaf", welches der französischen Chansoniere
Edith Piaf gewidmet ist, am Theater Trier einen Sensationserfolg.
Mit ihrer eigenen Tanzkompanie erarbeitete sie am Theater
Fürth im November 2008 eine neue Interpretation von "Des
Kaisers neue Kleider" nach dem Märchen von Hans
Christian Andersen in der Vertonung von Jean Francaix. Darüber
hinaus gastierte sie mit eigenen Choreographien u.a. in Japan,
Italien und England. Seit einiger Zeit verbindet sie eine
regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Hermann
Schmidt-Rahmer ("Pariser Leben" (2008) und "The
Black Rider" (2009), beide am Schauspielhaus Düsseldorf).
Seit einigen Jahren arbeitet Jean Renshaw zunehmend auch als
Regisseurin von Opern und Musicals. Zuletzt inszenierte und
choreographierte sie am Tiroler Landestheater Innsbruck die
Ballettoper "The Fairy Queen" von Henry Purcell,
das Musical "Kiss Me, Kate" (Cole Porter) sowie
in Fürth die Musicals "A Little Night Music - Das
Lächeln einer Sommernacht" von Stephen Sondheim
(2006) und "The Last Five Years - Die letzten fünf
Jahre" von Jason Robert Brown (2008). Dort gestaltete
sie gleichfalls die heftig umjubelte Revue für eine Sängerin
und Big-Band "Love Me Gershwin" mit der Sängerin
Jutta Czurda und der "Thilo Wolf Big Band" (2010).
Jean Renshaw ist Trägerin des Kulturpreises der Stadt
Nürnberg für die Initiative "Tanzwerk Nürnberg"
und erhielt außerdem zweimal den "Stern des Jahres"
der "Abendzeitung Nürnberg" für ihre besonderen
Verdienste um das Nürnberger Kulturleben (für das
"Tanzwerk Nürnberg" sowie für den Tanzmarathon
"Orlando" zugunsten der Aids-Hilfe in der Nürnberger
"Tafelhalle"). 2007 wurde ihr diese Auszeichnung
erneut verliehen, diesmal für ihre Tanzkreation "Könige"
im Kulturforum Fürth. Diese Produktion wurde im gleichen
Jahr zudem von der Zeitschrift "Die Deutsche Bühne"
in der Kategorie "Beste Tanzproduktion" nominiert.
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