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Das Medium (P. M. Davies) Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (M. Nyman)

„Das Medium“
 
Wir treffen das „Medium“ zu Hause an, in der Küche. Niemand ist da, ausgenommen wir. Nehmen wir an einer Séance teil? Sind wir die Kunden einer Wahrsagerin? Das Medium möchte uns diesen Eindruck vermitteln. Aber es fällt aus der Rolle. Immer wieder. Es ist das Opfer seiner inneren Stimmen, die es wiedergibt, mit denen es sich auseinandersetzt. Oder spielt das Medium uns nur vor, ein Opfer zu sein, um unser Vertrauen zu gewinnen, unsere Anerkennung? Da geht es um ein düsteres Geheimnis. Ein Kind ist umgekommen. Ist ein Mord geschehen? Oder ist das Medium dieses Kind, misshandelt, gedemütigt und darüber zum Borderline Fall geworden? Eine Grenzsituation. In die können wir auch geraten. Und sind wir dann der Person sicher, die wir jetzt sind, also in dem Moment sind, in dem wir dem Medium aus dem Zuschauerraum heraus zuhören?
 
Wir freuen uns, diesen einzigartigen Stoff ganz ohne (Berührungs-)Ängste einer großen Gästezahl präsentieren zu dürfen. Seien Sie gespannt, wie eindringlich sich „Das Medium“ in unserer Lesart zeigt!
 

 

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„Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“
 
Dr. P. ist Musiker, Sänger, Lehrer an einer Musikhochschule. Mit den Augen habe er etwas, sagt er dem Neurologen. Aber seine Augen können alles sehen. Nur verstehen kann er nicht alles, was er sieht. Er findet seinen Schuh, den er zur Untersuchung ausgezogen hat, nicht wieder. Und als er ihn in der Hand hält, weiß er nicht, was er damit tun soll. Er will sich von seinem Arzt verabschieden und greift, wie er es immer tut, zu seinem Hut. Dass dieser Hut aber der Kopf seiner Frau ist, versteht er nicht.
Dr. P. kann keine Gesichter mehr erkennen, oder genauer gesagt, sie keinen früher gemachten Erfahrungen mehr zuordnen. So geht es ihm auch mit Gegenständen. Er hat kein Verständnis für sie. Aber er kann malen und er kann singen. Singen mit dem tiefen Gefühl, dass ihm immer zur Verfügung stand. Schumann Lieder. Zieht er sich an, singt er und in der Melodie, im Rhythmus des Gesangs findet er die Sachen, die ihm seine Frau hingelegt hat, damit er sie überstreift. Dr. P. ist Musik geworden. Seine Persönlichkeit, sein Alltag bestehen nun aus Musik. Musik gibt Struktur. Ver-rückt!

 

Bekannte Schumann-Motive, verwoben mit Nymans Lesart der Minimal Music:
Das Unerklärliche wird hörbar – das, wofür es in Sacks’ Vorlage keine Worte mehr gibt.

Musikalische Leitung: Ettore Prandi ◼︎ Regie: Ini Gerath ◼︎ Bühne: Kathrin Kegler◼︎ Kostüme: Barbara Hass

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Fr., 19.05.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  Sa.,20.05.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  Fr., 26.05.17 – 19.30 Uhr

Sa., 27.05.17 – 19.30 Uhr ◼︎ Sa.,03.06.17 – 19.30 Uhr   ◼︎   So., 04.06.17 – 19 Uhr  

Fr., 09.06.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  Sa.,10.06.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  Fr., 16.06.17 – 19.30 Uhr

Sa.,17.06.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  Fr., 23.06.17 – 19.30 Uhr  ◼︎  So., 25.06.17 – 19 Uhr (LETZTE VORSTELLUNG)

 
 
© ALLEE THEATER – Hamburger Kammeroper 2016 // © Fotos: Julian Scheinkönig // © Szenenfotos: Joachim Flügel