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Opernarchiv

Undine

Oper von E. T. A. Hoffmann

Inszenierung: Aron Stiehl
Bühne: Volker Altenhof
Textbearbeitung und Kostüme: Barbara Hass
Fotos: Dr. Joachim Flügel

Im Frühjahr 1812 lernte E. T. A. Hoffmann die Märchendichtung "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué kennen. Er war begeistert und beschloss daraus eine Oper zu machen. Hoffmann konnte Fouqué dazu bringen, selbst die Librettodichtung zu übernehmen nach einem von ihm ausgearbeiteten Szenarium. Am 14. Februar 1813 schrieb er in sein Tagebuch: " Endlich die Undine angefangen wie mich dünkt mit Glück".

(Fotos: Dr. Joachim Flügel "Undine"
Oper von E. T. A. Hoffmann)

Diese Undine - mächtig in ihrem Unterwasserreich, aber als armes Pflegekind einfacher Fischer auf dieser Welt - stürzt alles und jeden um sich herum durch ihr spontanes, unkonventionelles Handeln in größte Verwicklungen. Der Ritter Huldbrand, den sie liebt und heiratet, muss sogar für sie sein irdisches Leben lassen, da er ihr nicht treu bleiben kann. Zu sehr umgarnt seine ehemalige Braut Bertalda den schwankenden Huldbrand, ja sie versteht es sogar Undines naive Herzlichkeit für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zwar erfährt Bertalda zunächst einen herben Rückschlag, als Undine ihr ein Geschenk macht. Dieses Geschenk ist die Offenbarung, dass Bertalda, die verwöhnte Pflegetochter des Herzogs und der Herzogin, in Wahrheit die Tochter der armen Fischer vom See sei, bei denen Undine aufgewachsen ist. Undine glaubt, es müsse ihre neue Freundin glücklich machen, so herzensgute Eltern zu haben. Sie kann Bertaldas Enttäuschung nicht verstehen. Mehr und mehr kommt sie zu der Einsicht, dass es mit der menschlichen Seele eine andere Bewandtnis hat, als sie es sich in ihren Träumen vorgestellt hat. Der unheimliche Wassergeist Kühleborn hat schon lange versucht, Undine von der Unzulänglichkeit des Menschengeschlechtes zu überzeugen. Seine negative Weltsicht scheint sich zu bewahrheiten und er glaubt schon, dass Undine sich wieder zu den harten Gesetzen der Natur bekennt, doch Undines große Liebe sucht einen anderen Weg.

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