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Opernarchiv

Figaros Hochzeit

Oper von W. A. Mozart

Musikalische Leitung: Klaus Dieter Jung
Inszenierung: Michael Leinert
Bühne: Walter Perdacher
Textbearbeitung und Kostüme: Barbara Hass
Fotos: Dr. Joachim Flügel

 

Graf Almaviva hat, nachdem er Rosina zu seiner Gräfin gemacht hatte, großzügig auf das Herrenrecht verzichtet - das Recht der ersten Nacht mit den Bräuten seiner Untertanen. Nun will sein Diener Figaro das schöne Kammermädchen seiner Frau heiraten und schon bereut der Graf sein Versprechen. Mit allen Mitteln versucht er bei Susanna doch noch in den Genuss des alten Rechtes zu kommen. Er lässt den intriganten Basilio für sich werben; er unterstützt zudem die Absicht der reifen Marcellina sich Figaro zum Gatten zu nehmen; es stört ihn nicht, dass er dabei mit seinem alten Widersacher Doktor Bartolo an einem Strang zieht. Der hat es immer noch nicht verschmerzt, dass ihm Figaro für den Grafen sein geliebtes Mündel Rosina ausgespannt hat und hält nun die Heirat mit der Alten für eine gelungene Rache.


(Fotos: Dr. Joachim Flügel)

Almaviva findet immer wieder einen Grund, die Hochzeit von Susanna und Figaro aufzuschieben. Schließlich offenbart er sich dem Mädchen, trifft dabei aber unglücklicherweise mit dem liebeskranken Pagen Cherubino zusammen, der kam, um in seiner eigenen Angelegenheit Susannas Hilfe zu erbitten. Der Graf ist wütend über die Störung und zudem voll eifersüchtigem Argwohn dem hübschen jungen Mann gegenüber. Er ernennt ihn kurzer Hand zum Offizier und gibt ihm den Befehl, sofort zu seinem Regiment aufzubrechen. Als die Gräfin mit Susanna gerade Figaros Plan eines gefälschten Rendezvous zwischen dem Grafen und Susanna vorbereitet und sie aus diesem Grund dem Pagen Susannas Kleider anziehen, damit die Gräfin ihren Mann mit der angeblichen Susanna in flagranti erwischen kann, platzt wieder der Graf herein. Nur ein Sprung aus dem Fenster kann den Pagen noch retten, und nur durch Aufbietung aller Schauspiel- und Erfindungskunst können die zurückgebliebenen Damen und Figaro den Grafen von Ihrer Unschuld überzeugen.

Die Gräfin denkt aber nicht daran den Plan aufzugeben. Sie diktiert Susanna einen Brief, der Almaviva in den Garten bestellt. Nun will sie sich selbst in Susanna verwandeln. Ihr Kammermädchen soll als Gräfin erscheinen, so dass sie gleichzeitig dem grundlos eifersüchtig gewordenen Figaro eine Lektion in Sachen Treue erteilen kann. Figaro erkennt seinen Irrtum schnell. Der Graf dagegen bestürmt die Gräfin in der Maske Susannas lang und ausgiebig, bis auch er seinen Fehler endlich einsehen muss und um Verzeihung bittet.

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