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George
soll nach dem Willen seines reichen Erbonkels eine seiner beiden
Cousinen heiraten. Er besucht sie auf ihrem Landsitz, wo überraschend
noch ein weiterer Gast eintrifft, der Seeoffizier Lionel. Während
eines plötzlich aufkommenden Gewitters wird Lionel von einem
Blitz geblendet.
Doch durch Henriettes aufopferungsvolle Pflege gewinnt er seine
Sehkraft zurück. Irrtümlicherweise bedankt er sich bei
der attraktiven Schwester, der jungen Witwe Madame Darbal, worauf
Henriette enttäuscht das Haus verläßt. Nach etlichen
Verwirrungen finden sich zwei glückliche Paare.
(Fotos: Dr. Joachim Flügel)
Der Komponist - Jacques Fromental Halévy
Jacques Fromental Halévy (1799
bis 1862) - heute nur noch durch seine große Oper Die Jüdin
bekannt - fing den romantischen und revolutionären Gerist seiner
Zeit ein. Es war einer der ereignisreichsten Abschnitte der französischen
Geschichte, der vom Sturz Napoleons bis zur Etablierung des zweiten
Kaisertums reichte. Halévy`s innovative, fordernde und gleichzeitig
bezaubernd romantische Kompositionen umfassen mehr als 30 Opern,
die im 19. Jahrhundert in ganz Europa und den Vereinigten Staaten
viel gespielt und umjubelt waren.
Die Kollegen
Halévy's Name stand neben denen von
Auber, Hérold, Adam und Meyerbeer.
Richard Wagner hielt ihn für einen der besten seiner
Zunft. Er bewunderte seine ungeheure musikalische Energie, durch
die er die französische Oper auf einen neuen Weg führte;
Wagner attestierte seiner Natur sehnsüchtige Sinnlichkeit und
seinen Kompositionen mehr Gefühl, als denen des damals überaus
bewunderten und beliebten Cherubini.
Jacques Offenbach, der bei der Uraufführung LEclair
(Der Blitz) im Orchester das Cello spielte, nannte die Oper ein
Meisterwerk an Harmonie und melodischen Empfindungsreichtum.
Die Schüler
Unter ihnen, Saint - Saens, Gounod und
Bizet liebten und verehrten ihren Kompositionslehrer - die umfassende
Kenntnis seiner Kunst, die Meisterschaft im Einsatz der orchestralen
Mittel, den hervorragenden Geschmack in der Wahl der Instrumente
und die Empfindsamkeit und die Originalität seiner Melodien.
Bizet heiratete 1869 Geneviève, die jüngere der beiden
Töchter Halévys, die nicht nur den verliebten Musiker,
sondern später auch den Dichter Marcel Proust derart gefangen
nahm, dass er sie in einem seiner Romane verewigte.
Das Werk
Ein Hauch von Vom Winde verweht schwebt
über der Geschichte Der Blitz. Genau wie ihre Wesensverwandte
spielt sie in Amerika des frühen 19. Jahrhunderts; ebenfalls
auf einer großen Plantage. Wie am Ende von Tara sind auch
hier die Besitzerinnen zwei schöne junge Frauen ohne Männer
- vorübergehend ohne Männer, denn natürlich geht
es auch in dieser Geschichte um die Liebe.
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