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Opernarchiv

Der Blitz

Oper von Jacques Fromental Halévy
Besetzung:
George: Ralf Ertel / Friedrich von Mansberg
Lionel: Franz Beering / Alexander Nikolic
Harriet: Anne Knoche / Christina Ansorge
Lucy: Bettina Grothkopf / Catherine Healey
Ben: Bejamin Afrane
und dem Allee Theater Ensemble
Fotos: Dr. Joachim Flügel

George soll nach dem Willen seines reichen Erbonkels eine seiner beiden Cousinen heiraten. Er besucht sie auf ihrem Landsitz, wo überraschend noch ein weiterer Gast eintrifft, der Seeoffizier Lionel. Während eines plötzlich aufkommenden Gewitters wird Lionel von einem Blitz geblendet.

Doch durch Henriettes aufopferungsvolle Pflege gewinnt er seine Sehkraft zurück. Irrtümlicherweise bedankt er sich bei der attraktiven Schwester, der jungen Witwe Madame Darbal, worauf Henriette enttäuscht das Haus verläßt. Nach etlichen Verwirrungen finden sich zwei glückliche Paare.


(Fotos: Dr. Joachim Flügel)

Der Komponist - Jacques Fromental Halévy

Jacques Fromental Halévy (1799 bis 1862) - heute nur noch durch seine große Oper Die Jüdin bekannt - fing den romantischen und revolutionären Gerist seiner Zeit ein. Es war einer der ereignisreichsten Abschnitte der französischen Geschichte, der vom Sturz Napoleons bis zur Etablierung des zweiten Kaisertums reichte. Halévy`s innovative, fordernde und gleichzeitig bezaubernd romantische Kompositionen umfassen mehr als 30 Opern, die im 19. Jahrhundert in ganz Europa und den Vereinigten Staaten viel gespielt und umjubelt waren.

Die Kollegen

Halévy's Name stand neben denen von Auber, Hérold, Adam und Meyerbeer.
Richard Wagner hielt ihn für einen der besten seiner Zunft. Er bewunderte seine ungeheure musikalische Energie, durch die er die französische Oper auf einen neuen Weg führte; Wagner attestierte seiner Natur sehnsüchtige Sinnlichkeit und seinen Kompositionen mehr Gefühl, als denen des damals überaus bewunderten und beliebten Cherubini.
Jacques Offenbach, der bei der Uraufführung LEclair (Der Blitz) im Orchester das Cello spielte, nannte die Oper ein Meisterwerk an Harmonie und melodischen Empfindungsreichtum.

Die Schüler

Unter ihnen, Saint - Saens, Gounod und Bizet liebten und verehrten ihren Kompositionslehrer - die umfassende Kenntnis seiner Kunst, die Meisterschaft im Einsatz der orchestralen Mittel, den hervorragenden Geschmack in der Wahl der Instrumente und die Empfindsamkeit und die Originalität seiner Melodien.
Bizet heiratete 1869 Geneviève, die jüngere der beiden Töchter Halévys, die nicht nur den verliebten Musiker, sondern später auch den Dichter Marcel Proust derart gefangen nahm, dass er sie in einem seiner Romane verewigte.

Das Werk

Ein Hauch von Vom Winde verweht schwebt über der Geschichte Der Blitz. Genau wie ihre Wesensverwandte spielt sie in Amerika des frühen 19. Jahrhunderts; ebenfalls auf einer großen Plantage. Wie am Ende von Tara sind auch hier die Besitzerinnen zwei schöne junge Frauen ohne Männer - vorübergehend ohne Männer, denn natürlich geht es auch in dieser Geschichte um die Liebe.

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