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Dr. Falke wird von der Erinnerung an ein alptraumartiges Erlebnis
verfolgt: Sein Freund Gabriel von Eisenstein hat ihn auf einem Kostümfest,
das sie zusammen besuchten, so betrunken gemacht, dass er bis in
den folgenden Tag hinein fest schlief. Bei hellem Sonnenschein musste
er darum in seinem Kostüm quer durch die ganze Stadt nach Hause
laufen.
- Warum nur ist er damals auf die unselige Idee gekommen, sich
als Fledermaus zu kostümieren?! Noch dazu mit einem riesigen
gelben Schnabel! Die Kinder johlten, die Damen kicherten und die
Herren grinsten - es war ein wahrer Spießrutenlauf. Seit dem
Tag nannte man ihn allerorten nur Dr. Fledermaus.

Schon damals schwor er Rache. Ein Fest bei Prinz Orlofsky bietet
ihm nach drei Jahren endlich die passende Gelegenheit. Der Prinz
hat ihm freie Hand gegeben und so kann Falke seine Komödie
"Die Rache einer Fledermaus" inszenieren wie er will.
Jedem seiner Freunde teilt er eine Rolle zu. Alle fühlen sich
geschmeichelt, da ihre Titel und Positionen imposanter sind, als
im wirklichen Leben.

Keiner weiß, was Falke eigentlich vorhatte. Er weiht jeden
nur so weit in seine Pläne ein, wie es ihm günstig scheint;
den Gesangslehrer des Prinzen, das Stubenmädchen, den Gefängnisdirektor
und sogar Rosalinde, die schöne Gattin seines "Freundes".
Nur Eisenstein selbst ahnt nichts von dem bösen Streich, der
ihn erwartet.
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